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Wir sind da

Autor: Janis | Datum: 26 August 2010, 04:14 | 25 Kommentare

Hallo alle miteinander,

hier ein erster Statusbericht darüber wies hier ist :)

Am Samstag morgen, gegen 5 Uhr landete unser Flugzeug in Windhoek und der Monitor zeigte einem freundlich an : 18° Außentemperatur ! Ich wusste nicht recht ob ich mich freuen sollte, oder doch eher geschockt sein sollte da meine Gedanken sich sofort ausmalten wie heiß es denn dann bitte erst am Mittag sein musste.

Glücklicherweise hatte der Monitor etwas übertrieben und es waren keine 18° Außentemperatur. Nein, um genauer zu sein war es Gefühlt knapp unter null und richtig schweinekalt. Aber darauf hatte ich mich ja eingestellt.

Abgeholt wurden wir von Pastor Keibeb und seiner Assistentin Caroline. Er ist der leiter des ELCAP hier in Rehoboth. Wir waren sehr müde vom Flug aber auch völlig überflutet mit neuen Eindrückenund so fuhren wir nun also von Windhoek nach Rehoboth. Da wir kein Nama oder Afrikaans verstanden lief die Kommunikation zwischen uns auf Englisch ab, was die ein oder ander Hürde aufwarf, aber mit Händen und Füßen kriegt man sich notfalls auch immer noch verständigt ;-)

Als wir in Rehoboth ankamen wurden wir zu unserem Appartement gebracht und hatten erstmal Zeit unsere Koffer auszupacken und uns etwas auszuruhen. Kurz darauf klopfte es auch an unserer Tür und Wynand kam vorbei.Wynand ist in etwa mitte zwanzig, würde ich schätzen, und einer unserer Kollegen. Zusätzlich leitet er auch die "Youth" in der Evangelischen Pauluskirche hier in Rehoboth. Er ist sehr nett und man kann mit ihm jede menge Spaß haben. Wynand versorgte uns mit einer Handykarte und einem Internetstick. Als wir ihn fragten wo wir etwas einkaufen könnten bot er uns auch gleich an uns mit zum Supermarkt zu nehmen. Wir nahmen das Angebot dankbar an und fuhren mit ihm mit. Nach dem einkaufen begann auch schon das erste große Projekt : Nach Hause finden ! Lea und Ich gingen es vollgepackt mit Lebensmitteln an und fanden es nach einer Weile dank der freundlichen Hilfe von einigen Namibianern auch. Obwohl der Weg eigentlich nciht schwer ist und Wynand ihn uns auf der hinfahrt gezeigt hatte, ist es doch erstaunlich wie oft man sich verlaufen kann. Generell sind die Leute hier sehr nett und Hilfsbereit. Sie sind auch meistens alle sehr gut gelaunt und freuen sich total darüber wenn Lea und ich probieren mit ihnen auf Afrikaans zu reden. Wobei es uns manchmal noch mehr amüsiert als sie wenn einem im Nachhinein bewusst wird was man eigentlich gesagt hat, oder man einfach nur in Gesichter schaut die kein Wort verstanden haben :)

Am Sonntag war dann Gottesdienst und wir machten uns schick. Es war ein schon komisches Gefühl in eleganter Hose und weißem Hemd zu einem Sonntagmorgen Gottesdienst zu gehen, da ich so etwas in Deutschland nur zu besonderen Anlässen in der Kirche trug. Aber als wir dann an der Kirche ankamen, welche übrigends genau neben dem ELCAP Office ist, waren auch alle Sorgen von Overdressed bis Underdressed erledigt. Hier gehen nämlich alle Menschen sehr schick gekleidet in den Gottesdienst. Die Kirche war ähnlich besucht wie in Deutschland was uns erst etwas komisch vorkam, da wir den Infostand hatten dass hier die Gottesdienste wesentlich besser besucht seien als bei uns. Als wir dann aber erfuhren das es in Rehoboth 102 Kirchen gibt wurde alles verständlich und Ich begann im Kopf hochzurechenen wieviele Menschen hier in einen Gottesdienst gehen. Das genaue Ergebnis bekam ich natürlich nicht raus aber eins war sicher : Es sind eine Menge !

Nach dem Gottesdienst, von dem wir natürlich nichts verstanden, da er in Afrikaans war, trafen wir eine weiter Voluntärin im ELCAP. Ihr Name ist Maureen und sie kommt aus den USA. Sie ist seit in etwa 3 Monaten hier und bleibt für 2 Jahre. Maureen ist ca. ende 40 und eine sehr fröhliche Persöhnlichkeit. Sie bat uns zu sich herein und wir redeten bestimmt 1 -1 1/2 Stunden wo sie uns sehr viel erzählte. Dabei bot sie uns selbstgebackene Plätzchen an, von denen ich mir unbedingt das Rezept holen muss :) Als wir nach Hause gingen verbesserten wir unseren Weg und haben uns ca nur noch 2 mal verlaufen. Was aber auch einen Vorteil hatte. Desto mehr wir uns verlaufen, desto besser lernen wir die Stadt und die Leute kennen.

Die letzen drei Tage haben wir nun im ELCAP gearbeitet und wurden sehr freundlich aufgenommen. Unsere Kollegen sind allesamt total Hilfsbereit, freundlich und man fühlte sich sehr schnell wohl. Lea und ich wurden mit in ein "Peer Educator Trainig" aufgenommen was praktischer Weise von Montag bis Mittwoch dauerte. Dort wurden wir geschult über HIV und Aids, es wurden Communication skills trainiert, es wurde über Probleme in der Gesellschaft diskutiert,.... Insgesamt war es ein super training was auch eine sehr hohe Qualität besaß. Und das schöne daran war, das wir so auch leute aus der Umgebung kennen gelernt haben welche ebenfalls sehr nett und vor allem witzig waren. Am Ende bekamen wir auch alle noch sehr Offiziell ein Zertifikat überreicht wo vorher Pastor Keibeb eine gute Rede hielt.

Heute ist Herero day, ein Nationaler Feiertag und wir können in Ruhe ausschlafen und den Tag ruhig angehen lassen. Man fühlt sich hier wenn man einmal da ist, sehr schnell wohl und zugehörig was wirklich schön ist und wofür ich dankbar bin. Für einen ersten Bericht sollte dies auch genügen, er ist eh scbhon viel zu lang geworden ;-)

Sonnige Grüße aus Rehoboth,

Janis

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